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Transkribieren

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Was ist Transkribieren und wie funktioniert das?

Transkribieren ist ein Verb, das „übertragen“ oder „umwandeln“ bedeutet. Das heißt, das gesprochene Wort wird in geschriebenen Text umgewandelt.

Der Prozess des Transkribierens ist dabei langwierig. Die Aufnahme muss Stück für Stück angehört und niedergeschrieben werden. Die Erfahrung zeigt, dass das Transkribieren eines 60-minütigen Interviews ungefähr vier bis sechs Stunden dauert!

In diesem Beitrag erklären wir genau, wie das Transkribieren funktioniert und geben Tipps, wie Sie schneller transkribieren können. Wir beantworten Ihnen in diesem Artikel folgende Fragen:

Was ist Transkribieren?

„Transkribieren“ bedeutet erst einmal, eine Audioaufnahme in eine schriftliche Form zu bringen. Dies können beispielsweise Interviews, Gruppengespräche, Reden oder Diskussionsrunden sein, die mit einem Aufnahmegerät mitgeschnitten worden sind und nun für die weitere Bearbeitung als Textdatei benötigt werden. Wie transkribiert wird hängt davon ab, wofür der Text verwendet wird.

Wussten Sie schon? Den Begriff „Transkribieren“ findet man ebenso in der Musik oder der Biologie.

Wie funktioniert das transkribieren?

Eigentlich kann jeder transkribieren und sofort loslegen, denn es ist nichts anderes als etwas Gehörtes niederzuschreiben. Ein Transkript wird jedoch in vielen Fällen für Forschungszwecke genutzt. Daher braucht es Regeln, um einheitliche Transkripte zu erhalten.

Die meist verbreiteten Transkriptionsregeln im deutschen Raum sind die inhaltlich-semantischen Regeln von Dresing und Pehl (2018). Darin werden Wort- und Satzabbrüche nicht transkribiert. Stottern, Wortwiederholungen und Fülllaute werden ebenso weggelassen.

Zunächst öffnen Sie die Audiodatei in einem Mediaplayer auf Ihrem Computer, wie z.B. dem Windows Media Player oder QuickTime Player. Sollten Sie Probleme mit der Wiedergabe haben, kann es sinnvoll sein, die Audiodatei erst in ein gängiges Audioformat zu konvertieren.

In einem zweiten Fenster öffnen Sie parallel ein Textprogramm, wie z.B. Windows Word, Pages oder TextEdit.

Manuell transkribieren

 Das Transkript soll folgende formale Kriterien erfüllen:

 

  • Der Name der Datei wird als Überschrift der Transkription verwendet
  • Die Überschrift wird fett, unterstrichen und zentriert im Dokument festgehalten
  • Schriftart: Arial
  • Schriftgröße: 12
  • Zeilenabstand: 1,5
  • Die Abkürzungen für Interviewer und Befragter lauten B: und I: (Bei mehreren Befragten oder Interviewern wird mit B: für den ersten und B2: für den zweiten bzw. I: und I2: abgekürzt.)
  • Zeitmarken werden nach jedem Sprecherwechsel gesetzt, das Format ist #00:00:00-0#, also #Stunde:Minute:Sekunde-Zehntelsekunde#.
  • Wenn eine Stelle nicht eineindeutig erhört werden kann, wird das Kürzel (unv.) für „unverständlich“ gesetzt. Wenn innerhalb einer Minute keine Zeitmarke gesetzt wurde, wird an die unverständliche Stelle eine Zeitmarke gesetzt.
  • Wenn eine Stelle nicht eindeutig erhört werden kann, wird das vermeintlich verstandene Wort in Klammern gesetzt und mit einem Fragezeichen versehen. (Sektion?). Wenn innerhalb einer Minute keine Zeitmarke gesetzt wurde, wird zusätzlich eine Zeitmarke gesetzt.

Beginnen Sie nun mit dem Transkribieren. Hören Sie sich wie bei einem Diktat in der Schule einen Satzteil an, stoppen Sie die Aufnahme und schreiben Sie diese nieder. Die Länge der Satzteile, die Sie sich merken können, wird mit ein bisschen Praxis immer größer. So gehen Sie vor, bis die ganze Aufnahme transkribiert ist.

Tipp: Manche Menschen sprechen besonders schnell. Regulieren Sie die Wiedergabegeschwindigkeit in Ihrem Audioplayer. Mit einer Wiedergabegeschwindigkeit von 75% können Sie den Sprecher bestimmt effektiver transkribieren.

Am Ende hören Sie sich die gesamte Aufnahme noch einmal an und korrigieren eventuelle Fehler. Kontrollieren Sie ebenso die Formatierung und die korrekte Zuordnung der verschiedenen Sprecher.

Sie benötigen die Transkribierung für eine Abschlussarbeit? Dann ist es ratsam, Zeilennummern bei Windows Word einzufügen. So können Sie leichter aus dem Transkript heraus zitieren. Die Einstellung Zeilennummerierung finden Sie im Menü Layout –> Zeilennummern

Transkript mit Zeilennummerierung

Wie lange braucht man zum Transkribieren?

Das Erstellen von Transkripten benötigt ungefähr das Vier- bis Sechsfache der Aufnahmelänge, d. h. das Transkribieren eines 30-minütigen Interviews dauert zwei bis drei Stunden. Ungeübte benötigen zum Teil deutlich länger.

Je nach Aufnahmequalität, Transkriptionsregeln und Sprecherart kann es jedoch auch wesentlich länger dauern. Planen Sie hier also genug Zeit für diese Arbeit ein oder geben Sie diese an einen Transkriptionsservice ab.

Welche Transkriptionsprogramme gibt es?

Das manuelle Transkribieren mit zwei offenen Fenstern (Audioplayer und Textprogramm) ist mühsam und vor allem langsam.

Es gibt verschiedene Transkriptionsprogramme, die das Transkribieren erleichtern und beschleunigen. Bei diesen Programmen sind Audiowiedergabe und Textfeld in einem Fenster.

Die Audiowiedergabe kann durch Tastenbefehle oder Fußpedal gesteuert werden. Sobald die Wiedergabe gestoppt wird, um das Gesagte aufzuschreiben, spult der Audioplayer automatisch wenige Sekunden zurück. Die zuletzt gesagten Worte werden wiederholt. Das Weiterschreiben wird so vereinfacht.

Auch das integrierte Textprogramm ist genau für die Anforderungen des Transkribierens ausgelegt: Zeitmarken können automatisch eingefügt werden. Wiederkehrende Begriffe können durch Tastenkombinationen hinterlegt werden. Für bestimmte Wörter können Abkürzungen angelegt werden, sodass das Transkribieren wesentlich schneller vonstattengeht.

Tipp: Die Steuerung der Wiedergabefunktion mit einem Fußpedal ist praktisch. Empfehlenswert ist die Anschaffung aber erst bei einem großen Projekt, das selbst transkribiert werden soll. Universitäten verleihen manchmal Fußpedale an Studierende und Mitarbeiter.

Die bekanntesten Transkriptionsprogramme sind „f4transkript“ und „Express Scribe“. Während das Transkribieren mit f4 ab einer Aufnahmelänge von 10 Minuten kostenpflichtig ist, ist Express Scribe in der einfachen Version kostenfrei. Wir haben Ihnen beide Programme hier genauer beschrieben.

Wie viel kostet es, Ihre Audiodateien transkribieren zu lassen?

Die Entscheidung, ob man Tonaufnahmen transkribieren lässt, ist hauptsächlich eine Zeit- und Kostenfrage. Diese Kosten steigen, je schwieriger die Bearbeitung der Aufnahmen ist. Sie wissen bei uns jedoch immer genau, welche Kosten auf Sie zukommen und diese sind in allen Arbeitsschritten transparent. Die exakten Kosten können Sie mithilfe unseres Preiskalkulators berechnen. Der Endpreis setzt sich folgendermaßen zusammen: Bei mehreren Sprechern erhöht sich der Minutenpreis um 0,10 € netto pro Sprecher. Wenn Sie die Aufnahme wortwörtlich transkribieren lassen möchten, einschließlich etwaiger Wiederholungen, Stottern und Zwischenrufe (erweiterte Regeln), dann steigt der Minutenpreis um 0,55 € netto. Bei geringer Tonqualität (wenn die Aufnahme z. B. in einem Restaurant oder in einem lauten Raum erfolgte) erhöht sich der Minutenpreis um 0,25 € netto. Ist die Qualität der Aufnahme schlecht (wenn z. B. das Tonband beschädigt ist), dann erhöht sich der Minutenpreis um 0,50 € netto. Wenn Sie Ihr Transkript innerhalb von 48 Stunden benötigen, steigt der Minutenpreis um 0,70 € netto. Wenn Sie das Transkript innerhalb von 24 Stunden möchten, erhöht sich der Minutenpreis um 1,20 € netto.

Möchten Sie genau wissen, wie viel die Abschrift Ihrer Aufnahmen kosten würde? Dann benutzen Sie bitte den Preiskalkulator. Weitere Infos zu den verschiedenen Tarifen finden Sie in unserer Preisübersicht.

berechnen sie ihren
preis mit

Transkripto ist auf das Transkribieren von Audio- und Videodateien spezialisiert. Sollten Sie ein individuelles Angebot benötigen oder Fragen bezüglich der Anzahl der Sprecher oder der Qualität Ihrer Dateien haben, schreiben Sie uns gerne eine Nachricht.

Ich würde gerne ein Angebot per Email erhalten

Texte transkribieren: Wichtige Praxistipps

Eine erfolgreiche Transkription hängt direkt mit der Planung und Durchführung der Audioaufnahme zusammen. Bevor Sie also mit der Durchführung Ihres Projekts beginnen, haben wir noch drei wichtige Praxistipps für Sie, mit denen Sie Nerven und Geld sparen können!

Aufnahme-Setting überprüfen

Wahrscheinlich haben Sie bereits einen Pretest für Ihre Interviewaufnahme geplant, in dem Sie überprüfen, ob Fragestellungen und geplante Interviewdauer durchführbar sind. Darüber hinaus ist es unbedingt empfehlenswert auch die Technik im Vorhinein zu überprüfen. Starten Sie mit einer Testperson eine Aufnahme und hören Sie sich diese danach komplett an.

  • Sind beide Interviewteilnehmer gleich laut zu hören?
  • Gibt es laute Hintergrundgeräusche, die man eliminieren kann? (z. B. Fenster schließen oder Umzug in einen ruhigeren Raum)
  • Gibt es Störgeräusche von eingeschalteten Handys?
  • Ist die Aufnahme verrauscht, hallend oder hölzern?

Führen Sie den Testlauf so lange durch, bis alle möglichen Störfaktoren eliminiert sind. 

Bei Videoaufnahmen empfehlen wir Ihnen stets, die Aufnahmefunktion am Computer zu aktivieren, statt mit einem Diktiergerät oder Handy neben dem Computerlautsprecher aufzunehmen. Weitere Tipps für die Durchführung von Videointerviews haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Interview oder Gruppendiskussion mit mehreren Personen

Das Transkribieren einer Gruppendiskussion ist die Königsdisziplin. Ähnlich klingende Stimmen und ständiges Unterbrechen oder Ins-Wort-fallen erschweren eine Transkribierung enorm.

Gruppendiskussionen erfordern deswegen eine besonderen Planung und Durchführung. Erklären Sie den Teilnehmern zunächst die Gesprächsregeln:

  1. Ausreden lassen.
  2. Nicht gleichzeitig reden.
  3. Laut und deutlich sprechen.

Stellen Sie sicher, dass das Aufnahmegerät in der Mitte aller Teilnehmer steht und alle gleich laut zu hören sind. Zu Beginn der Gruppendiskussion empfiehlt sich eine Vorstellungsrunde, um beim Transkribieren die Stimmen leichter den Personen zuordnen zu können.

Zusätzlich sollte eine Person, die nicht am Gespräch teilnimmt, ein Gesprächsprotokoll führen. Dabei wird nur die Reihenfolge der Sprecher dokumentiert. Sollten Sie keinen Protokollanten zur Verfügung haben, können die Teilnehmer auch alternativ vor dem Sprecher jeweils kurz ihren Namen oder ihre zugewiesene Nummer ansagen.

Transkripte steuerlich absetzen

Werden Transkripte zum Zwecke einer Abschlussarbeit oder Dissertation benötigt, können diese als Werbekosten im Rahmen des Studiums bzw. der Promotion in der Steuererklärung angegeben werden. 

Das ist insbesondere in der heißen Phase der Abschlussarbeit interessant, wenn noch viele To-dos auf der Liste stehen, aber nicht mehr viel Zeit bleibt. Sie können das Transkribieren einfach in Auftrag geben und sich um inhaltliche Belange Ihrer Abschlussarbeit kümmern. Bitten Sie darum, dass auf der Rechnung der Vermerk „Transkriptionen im Rahmen der Abschlussarbeit“ ausgewiesen wird.

Jetzt kostenfrei individuelles Angebot anfordern!

  • Wissenschaftliche Studien: Große Volumen bis zu 100 Stunden Audiomaterial innerhalb von 5 Werktage transkribieren
  • Gruppendiskussionen: Workshops und Podiumsdiskussionen laufen sehr individuell ab, daher bietet sich ein Anfrage bei uns an
  • Fremdsprachen transkribieren: Viele Fremdsprachen können direkt online bestellt werden oder werden auf Anfrage angeboten
  • Schweizerdeutsch: Unser Spezialistenteam aus der Schweiz kümmert sich um Ihre Aufnahmen in Mundart oder mit Schweizerdeutschem Akzent